Wir sind eine Gruppe Starnberger Bürger. Politisch inaktiv, aber munter genug, um sich auf einen Bummel durch unsere verkehrsberuhigte Innenstadt freuen zu können.

Bei der letzten Wahl haben wir teils für die Umfahrung, teils für den Tunnel gestimmt. Wir haben teils den Parteien vertraut, die sämtlich für den Tunnel eintraten. Teils den Bürgerinitiativen, die mit ihrem Engagement für eine Umfahrung überzeugten.

Wir sind also Teil der 100 % Wähler-Stimmen, die bei der letzten Wahl für eine schnelle Entlastung unserer Stadt vom Durchgangsverkehr votiert haben.

Stadtrat und Bürgermeisterin gilt heute unser Dank, in einem transparenten Verfahren ein letztes Mal alle Optionen erkundet und abgewogen zu haben.

Für uns (wie für alle Beobachter in Ämtern und Medien) ist jetzt aber klar, dass es zum Tunnel keine Alternative gibt, die schnell baubar und bezahlbar ist. Andererseits haben wir auch Gefallen an einer Umfahrung gewonnen, die irgendwann weitere Verkehrs-Entlastung bringen kann.

Es sieht nun aber leider so aus, dass die geschickten Aktivisten, die insgeheim für den Stillstand kämpfen, schon in wenigen Wochen am Ziel sein könnten. Dann verliert der Tunnel das Baurecht. Und die allein von der Stadt zu planende und zu bezahlende Umfahrung steht weiter in den Sternen.

Deshalb bitten wir die gewählten Vertreter des Stadtrates jetzt, allein ihr Gewissen und die neuesten Fakten zu prüfen und sich von allen Festlegungen und Schlagworten frei zu machen, die in den vergangen Jahren das Tunnel-Thema beherrscht haben.

Auch im Namen unserer Kinder bitten wir:

1. Finden Sie zu einer schnellen, gemeinsamen Lösung, die die bereit stehenden Mittel nutzt und den Bund mit dem Bau des Tunnels beginnen lässt.

2. Machen Sie sich gleichzeitig an die Planung entlastender Straßen-Abschnitte, die die im Westen bereits begonnene Umfahrung fortsetzen könnten.

3. Suchen Sie im neuen Geist kreative Lösungen zu anderen drängenden Themen, wie der Seeanbindung. Beziehen Sie dabei auch die Bürgermeisterin sowie die Fachleute in der Stadtverwaltung mit ein.

4. Zeigen Sie damit, dass wenigstens in Starnberg (anders als zur Zeit in London oder Washington) Fakten und darauf basierender demokratischer Diskurs stärker sind als Wut und Geschrei.

Jetzt sind Sie dran.

Als lebensfroher und fleissiger Mensch haben Sie sich bisher keine Zeit für den Starnberger Tunnel-Zirkus genommen. Genau wie wir.

Vielleicht waren Sie sogar bei der letzten Stadtrats-Wahl lieber mit den Kids am See. Auch das kommt uns bekannt vor….

Aber hier ist jetzt Ihre Chance, mit ganz wenig Aufwand unser gesegnetes Starnberg vom Lärm und Dreck einer vierspurigen Bundesstrasse zu befreien. Und die schönste Stadt Deutschlands wieder zu vereinigen. B2 weg, Gräben weg, endlich Frieden.

Wir haben nur wenige Wochen Zeit, dann wird der Bund seine 150.000.000 Euro nehmen und sie einer anderen verkehrsgeplagten Stadt überweisen. Diese Zeitnot ist ein Vorteil. Denn sonst wäre das Projekt für Leute wie Sie und uns ja viel zu aufwendig.

Nein, dies hier ist keine neue Bürgerinitiative, schon gar keine neue Splitter-Partei. Dies hier ist nur unsere Bitte an Sie, mit uns gemeinsam an den Stadtrat zu appellieren. Siehe unsere Anzeige.

Was können Sie tun? Ganz einfach.

Lesen.

Hier sind die aktuellsten Zusammenfassungen der unabhängigen Starnberger Beobachter:

Süddeutsche Zeitung

Münchner Merkur

Und hier ein nicht 100% unabhängiger Blog. Der aber sehr schön tief und breit informiert:

Dr. Thosch

Dann sind da noch die beiden eisigen Blöcke, die es gilt mit möglichst viel Wärme aufzutauen.

Einmal die Befürworter. Das sind die politischen Parteien, die sich in der langjährigen Unterstützung des Tunnels stets erstaunlich einig waren. Ja, tatsächlich: CSU und Grüne an einem Strang…

Hier sind 5 Tunnel-Freunde und ihre Argumente.

CSU

GRÜNE

SPD

UWG

Bürgerinitiative

Dann wären da noch die Bürgerinitiativen, aus denen inzwischen eine grosse Zahl an lokalen Parteien entstanden ist. Übrigens: Seit der letzten Wahl sind schon wieder zwei dazugekommen.

Das ändert aber nichts daran, dass das Anliegen und Engagement dieser Bürger sehr ehrenhaft ist und war. Und dass am Ende ein Gedanke da ist, der auch uns begeistert: Nämlich den vom Bund finanzierten Tunnel durch weitere bezahlbare und naturverträgliche Strassen-Abschnitte zu ergänzen.

Hier sind 5 Umfahrungs-Freunde und ihre Argumente.

BLS

BMS

WPS

DIE PARTEIFREIEN

Bürgerinitiative

Dann wäre noch der Link zum staatlichen Bauamt interessant.

Bauamt

Und, ganz wichtig, das Protokoll der Besprechung des Stadtrates mit dem Innenministerium, gewissermassen der Bauherr jeglicher B2-Entlastung.

Bauherr

So. Jetzt wissen Sie genug.

Ihr zweiter Schritt ist ganz einfach:

Reden.

Sie können natürlich auch eine Petition unterschreiben, uns auf Facebook liken, ein Plakat aufhängen oder Flugzettel verteilen (PDFs siehe unten). Aber wichtiger noch ist – Reden. Oder Schreiben.

So blöd das ist, aber weil Leute wie wir uns bis heute nicht gekümmert haben, bleibt nur eine einzige Chance: Wir müssen den frei gewählten Stadtrat überzeugen. Der natürlich auch eine Stadträtin sein kann.

Klar, da sind Betonköpfe dabei. Klar, da haben viele eine ganz andere, persönliche Agenda. Aber eben nicht alle.

Die Stadträte, die erkennen, dass bei der letzten Wahl 100% der Bürger für eine pragmatische schnelle Entlastung vom Verkehr gestimmt haben, haben vielleicht doch ein offenes Ohr. Schliesslich sind sie nur ihrem Gewissen und den aktuellen Fakten verpflichtet. Niemand sonst.

Und immer daran denken: Das sind die Mitbürger, die sich für unsere Stadt Tage und Nächte um die Ohren hauen, während Sie und wir mit den Kids am See abhängen….

Also. Reden Sie. Aber seien sie fair und freundlich. So wie wir uns das ja auch von unserem Stadtrat erwarten. Müllen Sie die Leute nicht mit Spam voll. Sondern greifen Sie sich die Personen raus, die Sie gewählt haben oder vielleicht sogar persönlich kennen. Und dann: Reden Sie. Schreiben Sie.

Hier sind alle Stadträte und ihre Kontakte.

Stadtrat

So, das wär’s von unserer Seite. Vielen Dank fürs Lesen, viel Erfolg beim Reden.

Ihre initiativen Starnberger Bürger

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bis zur Stadtratssitzung